E-Kart Race

23.-25. September 2022 in Wackersdorf

Gelungene Premiere des E-Kart Race in Wackersdorf

Strahlende Sieger beim Elektro-Kart-Event für jedermann

Am vergangenen Wochenende fand im Rahmen der Deutschen Kart-Meisterschaft in Wackersdorf erstmalig das E-Kart Race statt. Fahrer*innen aus verschiedensten Bereichen des Kartsports traten mit einheitlichen Elektrokarts von BRP-Rotax an und lieferten sich packende Rennen.

Das Prokart Raceland Wackersdorf begrüßte die besten Kartfahrer*innen aus Deutschland und Europa zum Finale der Deutschen Kart-Meisterschaft. Neben den Titelkämpfen sorgte das E-Kart Race für zusätzliches Aufsehen. Erstmalig fand das Event im Rahmen der DKM statt und wollte Kartfahrer aus verschiedensten Bereichen des Kartsports vereinen. So gingen 13 Pilot*innen auf die Reise und zeigten, wie eng Elektrokartsport sein kann.

„Mit dem E-Kart Race möchten wir neue Fans für den Rennkartsport begeistern und dabei noch auf alternative Antriebssysteme setzen. In Wackersdorf waren erfahrene Kartfahrer am Start, aber auch Neulinge, die bisher noch keine Erfahrung im Outdoor-Kartsport hatten. Am Ende lässt sich zusammenfassen, das Event war ein großer Erfolg. Bei verschiedenen Bedingungen haben die Teilnehmer und Helfer ein tolles Wochenende erlebt“, fasst Sandra Deckert, Geschäftsführerin der Deutsche Motor Sport Wirtschaftsdienst GmbH zusammen.

An den Start gingen Fahrer*innen ab zwölf Jahre, dabei war es keine Voraussetzung bereits im Vorhinein an einem Kartrennen teilgenommen zu haben. DMSB-Lizenz-Instruktor Andreas Pfister führte im Vorhinein einen Lizenz-Lehrgang durch und vermittelte den Teilnehmer das notwenige Wissen für die Teilnahme beim E-Kart Race.

Besonders heraus stach die hohe Leistungsdichte der Elektrokarts Project E20 des österreichischen Herstellers BRP-Rotax. Nach dem sich alle Schützlinge auf ihr Renngefährt eingestellt hatten, trennte das Feld weniger als eine Sekunde. Am Samstag und Sonntag bestritten die Fahrer*innen jeweils ein Zeittraining, Pre-Finale und Finale. Dabei sorgte das Finale jeweils für besondere Spannung, die Top-Ten starteten in umgekehrter Reihenfolge. Am Samstag kam zusätzlich noch Regen dazu.

Das Klassement der 13 Fahrer*innen wurde in drei Klassen Junior (Jahrgang 2010-2008), Senior (Jahrgänge ab 2008) und Master (Jahrgänge ab 1992) aufgeteilt. Ein Fahrer jeder Kategorie durfte sich am Sonntagabend über ein Ticket für die Rotax Max Challenge Grand Finals in Portugal freuen. Dort treten vom 19.-26.11.2022 die besten Elektrokart-Fahrer der Welt gegeneinander an.

Dem Wochenende seinen Stempel drückte Julien Koch auf. Der Rennfahrer aus Hessen holte am Samstag und Sonntag die Pole-Position und gewann drei der vier Rennen. Allein Finn Wiebelhaus verhinderte mit einem Sieg im Pre-Finale am Samstag einen kompletten Durchmarsch von Koch. In der Gesamtwertung der Senioren war der aber nicht zu halten und holte sich den Sieg beim E-Kart Race. Platz zwei ging an Jana Stier gefolgt von Armin Hähnel, der als Dritter auch ein Ticket für das Weltfinale erhielt.

Bei den Junioren gab es ein enges Duell an der Spitze. Am Sonntagabend trennten Christopher Holst und Philip Helmchen nur vier Punkte. Damit erhielt Sieger Holst ein Ticket zu den RMC Grand Finals in Portugal und freute sich im Interview über den Gewinn: „Es war eine tolle Erfahrung im Elektrokart, ich freue mich sehr gewonnen zu haben und bin gespannt auf das Weltfinale.“ Ebenfalls knapp war die Entscheidung bei den Masters, beide Fahrer betraten in Wackersdorf komplettes Neuland und überzeugten an den beiden Renntagen mit großem fahrerischen Geschick und einer steilen Lernkurve. Tobias Follert setzte sich gegen André Böhm durch und feierte den Gewinn des Weltfinal-Tickets.

Prominente Unterstützung erhielt das Event auch durch Fanta4-Frontmann Smudo. Nach einer Testfahrt zeigte sich der langjährige Motorsportler und Unterstützer alternativer Antriebskonzepte begeistert von dem Elektro-Kart. Sein Langstreckenteam FourMotors stellte für die Zweitplatzierten jeder Kategorie eine Taxi-Fahrt in einem Rennfahrzeug auf der Nürburgring-Nordschleife.

Technische Details des Rotax Project E20 E-Kart

Das Project E20 E-Kart wurde komplett von Rotax entwickelt unter Berücksichtigung der in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen im E-Rennsport. Das E-Kart verfügt über leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien und eine Boost Funktion. Die beeindruckende Gesamtleistung setzt sich aus einem sportlichen Gesamtgewicht und einer hohen Effizienz zusammen. Die Antriebseinheit verfügt über einen wassergekühlten Motor und Umrichter sowie ein internes Fahrzeugsteuergerät.

Chassis: Sodi Sigma DD2 für E-Kart Racing / Radstand 1.040 mm / 2 Vorder- und eine Hinterradbremse mit einstellbarer Bremskraftverteilung

Motor: Permanent Magnet Synchronous Motor (PMSM) by ROTAX inkl. Rückwärtsgang

Drehmoment: max. 190 Nm ohne Boost-Funktion

Akkus: Lithium-Ionen-Akkus inklusive BMS (Battery Management System) und IMD (Isolation Monitoring Device)

Kühlung: Luft- und Flüssigkeitskühlsystem

Leistung: 24 kW (Boost-Funktion verfügbar)

Geschwindigkeit: 135 km/h

Gewicht E-Kart: ca. 140 kg

Maximal zulässige Gesamtgewicht: 225 kg (Fahrer inkl. Schutzausrüstung & Kart)